Wer JA Sagen will, muss lernen NEIN zu sagen

Eine wundervolle Nachricht für mich, mein Liebster hat mir nach knapp 6 Jahren des gemeinsamen Lebens, einen Heiratsantrag gemacht. Wie schön, dachte ich. Heiraten muss doch etwas wundervolles sein. Ich habe mir zwar nie eine Märchenhochzeit a la Hollywood vorgestellt, aber ungefähr so muss es doch sein, oder? Habe ich gedacht!

Wie oft war man schon auf Hochzeiten und hat sich gedacht, „na, also das hätten sie auch etwas besser machen können„, oder „und dafür dann so viel Geld ausgegeben?“ Und zack, ist man selber mitten drin.

Zwar habe ich immer wieder, hier und da mir sagen lassen, wie unheimlich teuer alles ist, aber was wissen die schon. Es muss nicht so teuer sein und trotzdem wunder, wunder, wunder, wunder schön. Habe ich gedacht!

Ich fing an instinktiv nach Hochzeiten zu googeln. Alles was ich gefunden habe, war wunder, wunder, wunder schön. So schön und zuckersüß, dass ich fast davon Karies bekommen hätte. Ach diese Wiesen, diese Felder, diese Heuballen, diese glücklichen Bräute. Hmm noch mehr Wiesen, Felder, Heu, Bräute. Hmm, wo sind den ihre Typen. Ah da hinten in der Ecke, leicht verdattert. Es geht ja schließlich auch nur um die Braut. Die wunder, wunder schön ist.

Ok, als ich mich dann an den Bräuten und den Heuballen satt gesehen habe, ging es auf, zu der Locationsuche. Und wieder, dein Google mein Allerheilmittel. Unzählige Schlößer und Hotels, und Wasserfühlen mit verwunschenen Gärten. Alles wunder schön. Aber komisch, niergendwo Preise dran. Und dann machte ich den größten Fehler und fragte an, was es so kosten könnte. Und ganz schnell wurde aus wunderschön wunderlich. Das was ich dann als Preis gesagt bekommen habe, machte auf einmal, den schönsten Tag im Leben zu dem teuerstem Tag im Leben. Ganz schnell ertappte man sich dabei, dass man im Begriff war genau das, was andere bei ihren Hochzeiten, angeblich falsch gemacht haben sollten, selbst zu planen.

Und plötzlich sah man diese ganzen wunderschönen Bilder mit Wiesen, Feldern, Heuballen und Bräuten drauf aus einem ganz anderem Gesichtpunkt. Aufeinmal war überall ein imaginäres Preisschild dran, und man dachte nur „Seid ihr denn bescheuert.“ Hochzeiten sind zu einer reinen Geldmachmaschine geworden. Das Motto „ihr heiratet nur einmal“ ist zu einem Synonym für „wir packen überall nochmal eine 0 dran“ geworden.

Nein ich brache kein Schloss. Nein ich brauche kein vier Kontinenten Buffet von einem Sterne-Koch. Nein ich brauche keine Deko wie aus schöner Wohnen. Nein ich muss nich auf Rosenblättern zu Klängen eines Streichorchesters den Gang entlang schreiten. Nein ich brauche kein Kleid, um mich wie eine Prinzessin zu fühlen.

Nein, ich will nicht so feiern. Nein, ich brauche es nicht für einen perfekten Tag. Was diesen Tag perfekt macht, ist dass ich die Liebe meines Lebens heirate, und da gehört kein Preisschild dran, und kein Heuballen dieser Welt kann ihn ersetzen.

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Ach die Familie

Sitzen beim Familienfest alle am Tisch. Wie immer und wir zu zehn, während die Menge an Essen vermuten lässt, man hat wieder versucht den Welthunger zu stillen. Mühsam kämpfen ich mich durch Majonäse-Hering-Schichten, während mein Magen für alle hörbar hysterisch schreit „Rennie“, wage ich es die Gabel aus der Hand zu legen.
Oma: wieso isst du nicht? Schmeckt es nicht?
Ich: doch, aber…
Oma: du hast doch noch gar nichts gegessen.
Ich: doch, aber….
Oma: ich hab den ganzen Tag in der Küche verbracht.
Ich: Ja, aber…
Oma: immer nur Diäten sind nicht gesund!
Ich: Wasser…
Oma: mir hilft ja auch keiner!
Ich: aber…
Oma: was sagt man dazu, ihr schmeckt es nicht. Tz!
Ich: alles gut.
Oma: dann sag mir einfach was ich kochen soll, damit es auch dir schmeckt.
Ich: Pizza
Oma: aber du meldest dich auch nie.
Ich: Telefon kaputt.

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Liebes(alb)traum

Manche Themen sind einfach irgendwie immer aktuell, egal zur welcher Zeit, an welchem Ort und vor allem in welchem Alter. Die Rede ist von Beziehungsproblemen. Da sind ja alle Experten und vergessen doch ganz leicht, zu welchem Unsinn man sich doch schon mal verleiten ließ.

So traf ich vor einiger Zeit mich mit einer Freundin, die mir munter von ihrer On/Off Beziehung erzählt, die gerade wohl in einem temporärem On steckt, aber mit einer Lichtgeschwindigkeit auf ein Off zusteuert. Die Einzelheiten erspare ich an dieser Stelle, obwohl wir ja hier unter uns sind.

Ich, als jemand, der schon seit längerem bei Beziehungsproblem doch recht unbeteiligt ist, fühlte mich in meiner Pflicht als Freundin, sie auf das mögliche Off doch nochmal hinzuweisen und hoffte sie mit den Worten „vergiss das Arschloch einfach“ doch zur Besinnung zu bringen. Aber irgendwie ist meine subtile Botschaft noch nicht so ganz bei ihr angekommen. Komisch.

Das gab mir dann doch zu bedenken. War ich vielleicht zu forsch und unsensibel? Niemals, ich doch nicht. Ich habe es nur gut mit ihr gemeint, wenn sie nicht darauf hören mag, völlig unverständlich.

Einige Tage später, fiel mir mein altes Tagebuch in die Hände. Die letzten Einträge waren fast unmittelbar, bevor ich vergessen habe, was Beziehungsprobleme sind. Ich habe mir die Texte aufmerksam durchgelesen. Auf einmal liefen die Abgründe der Freakshow, die sich damals in meinem Lebens abspielte, in einem Zeitraffer an mir vorbei.

Dieser ständige Gefühlschaos. Auf der einen Seite, war er der Größte und aus meinem Lebens gar nicht mehr weg zu denken, auf der nächsten Seite verfluchte ich bereits den Tag seiner Geburt. Und das ganze ging in einem Stakkato weiter, dem ich irgendwann mal geistig nicht mehr folgen konnte. Ich brauchte auch tatsächlich auch etwas länger, um mich zu erinnern, um wen es sich handelt. In meiner Erinnerung, war es einfach nur irgendein Mann.

Und plötzlich fing ich an mich zu schämen. Nicht für die wirren Einträge in meinem Tagebuch, sondern für das Unverständnis für meine Freundin. Bitte nicht falsch verstehen, der Typ ist nach wie vor eine Pfeife. Aber eines Tages denkst Du vielleicht auch an ihn zurück und erinnerst dich einfach nur an irgendeinen Mann. Aber bis dahin bist Du meine Freundin, und ich bin immer für Dich da.

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Oh ein Klavier, ein Klavier

Ich kokettiere ja ganz gerne damit, dass ich völlig unmusikalisch bin. Das hat mir ja auch schon den einen oder anderen amüsanten Abend beschert. Aber die völlige Abwesenheit des musikalischen Talents und der Unwille, mich von der Kunst der Musik einfangen zu lassen, ist tief in mir verwurzelt.

Angefangen hat das Ganze in den 60er Jahren. Mein Opa war ein lei­den­schaft­li­cher Zocker. Da aber das Glücks­spiel in der dama­li­gen UdSSR ver­bo­ten war, blieb ihm nichts ande­res übrig, als sich bei den Spie­ßern ein­zu­rei­hen und an der monat­li­chen Lot­te­rie-Ver­lo­sung teil­zu­neh­men. Schlimm genug, dass man die­se Ner­ven­kit­zel nur ein­mal im Monat und dann auch noch mit zig ande­ren Spin­nern tei­len musste, noch schlim­mer war die Tat­sa­che, dass man nicht einmal Geld gewin­nen konnte, son­dern lediglich irgend­wel­che Sach­gü­ter. Einen Tep­pich, einen Fern­se­her, viel­leicht sogar mal ein Auto oder eine Reise auf die Krim ans schwarze Meer – ja frü­her war das tat­säch­lich mal was Schö­nes. Also alles nütz­li­che Dinge, die man irgend­wo­hin in die Woh­nung stel­len konnte, oder wenigs­tens, die einem was gebracht haben. Und so geschah es, dass eines Tages mein Opa etwas unschlüssig an der Tür­schwelle mit sei­nem neu­es­ten Gewinn stand: Einem Klavier. Zwar komme ich aus einer jüdischen Familie, aber mit dem Fiddler auf dem Dach sind wir definitiv nicht verwandt, und ausgerechnet dieses eine Klischee ist in voller Gänze an uns vorbei gegangen. Also wurde das Teil in die winzige Bude meiner Großeltern bugsiert.

Jahrelang wurde es als unpraktische Ablage verwendet, versperrte die halbe Wohnung und stand als moralinsaures Mahnmal für die Leichtfertigkeit meines Opas. Mit den 80er Jahren kam auch die neue Generation ins Haus und das Klavier stand nach wie vor völlig unberührt, wie eine alte Jungfer, da. Als kleines Kind hielt ich es für einen etwas missratenen Schrank und weniger für ein Musikinstrument. Zwar hatten wir im Kindergarten auch ein Klavier, auf dem jeden Morgen das Propagandagesinge begleitet wurde, aber das Klavier hatte nichts mit dem Monstrum bei meinem Großeltern gemeinsam. Es ist schon bis zu uns durchgedrungen, dass man es spielen kann, aber (A) durften wir aufgrund der fast krankhaften Übervorsicht meiner Großmutter eh nicht dran – man könnte sich ja irgendwie daran verletzten – und (B) selbst wenn wir es gewollt hätten, hätten wir die Klappe nicht aufgekriegt, da viel zu viel Zeug darauf rumstand.

Eines Tages geschah das Unfassbare: Das Klavier wurde leer geräumt und ein streng riechender, großer Mann mit einem Koffer voll merkwürdiger Dinge kam zu meinen Großeltern, machte die Klappe auf und fing auf dem in Jahre gekommenen Möbel rum zu hämmern. Man merkte, wie das Klavier sich quälte und nicht recht aus dem Winterschlaf erwachen wollte, es hatte sich mit seiner Rolle als Ablage abgefunden, sie sogar lieb gewonnen und wollte einfach in Ruhe die nächsten 20 Jahre nichts mehr anderes tun. Nachdem der Stinker mit dem Gerät fertig war, herrschte große Aufregung. Die Familie hatte sich versammelt, mein Vater rief mich in die Mitte und verkündete mir voller Stolz, dass ich dank den guten Beziehungen meiner Großmutter bald in eine Musikschule aufgenommen und lernen werde Klavier zu spielen. Man, war ich da stolz!!!! Da hat man einfach die Risiken der Verletzungsgefahr eines Klavieres völlig über Bord geschmissen und lässt mich unbeaufsichtigt daran.

Es folgten zweieinhalb Jahre voller Qualen und Schmerz. Zweimal die Woche Klavierunterricht – vor der Schule! Einmal die Woche, am WOCHENENDE Chor und einmal die Woche Solfeggio, mit Hausaufgaben und Prüfung! Nachdem ich dreimal mein Klavier gewechselt habe, hatte man nicht mehr viel Hoffnung in mich gesetzt, aber dank den guten Beziehungen meiner Großmutter musste ich trotzdem hin. Im Chor hat man mir geraten, nur zu den Vorstellungen zu kommen und einfach mich an den Rand zu setzen und den Mund aufzumachen. Im Solfeggio, äh, also mir wurde im Grunde erst hinterher gesagt, dass ich eigentlich hin hätte sollen. Dafür war die Benotung aber noch recht ansehnlich.

Nein wahrlich, ich bin und bleibe völlig unmusikalisch. Aber eins steht mit großer Sicherheit fest, diesen Spaß dürfen meine Kinder nicht verpassen.

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In Gedenken an…

Ich habe lange überlegt ob dieses Thema überhaupt hier was zu suchen hat. Aber es beschäftigt mich doch sehr intensiv, also wieso eigentlich nicht.

Vor einigen Monaten habe ich erfahren, dass jemand aus meiner Kindheit, sehr überraschend gestorben ist. Mit gerade mal 30 Jahren, kam der Tod für die Familie und Freunde sehr unerwartet. Und obwohl wir seit über 15 Jahren keinen Kontakt mehr hatten und ich von diesem Schicksalsschag nicht betroffen war, hat es mich dennoch sehr getroffen.

Seither ist sein Tod relativ präsent in meinem Leben, alleine schon durch meine Facebooktimeline.

Es gibt viele Wege mit der Trauer umzugehen. Die meisten igelt sich irgendwie ein. Man hat das Gefühl, kein Recht mehr auf Spaß zu haben und die Trauer hängt wie eine schwarze Wolke über allem und legt im Leben irgendwie alles lahm. Doch nicht in diesem Fall. Es ist interessant zu sehen, wie kreativ man mit dem Verlust umgehen kann, dass die Hinterbliebenen nicht den Lebensmut verlieren und die eigene Trauer nicht in den Vordergrund rückt sondern es viel mehr darum geht das Gedenken an einen geliebten Menschen aufrecht zu erhalten.

Es bringt natürlich einen selbst zum nachdenken. Also jetzt nicht dieses, in-hier-und-jetzt-leben Gerede, dann wäre man vermutlich innerhalb einer Stunde komplett pleite und wüsste nicht was man mit dem Rest des Tages anfangen soll, sondern einfach mal gucken, was man so im Leben macht. Worauf man sich so fokussiert. Einfach positiv an das Leben ran gehen und anfangen Spaß damit zu haben was man hat.

„Könnte es sein, dass ich den Sechser im Lotto niemals bekommen werde, weil ich ihn bereits habe?“

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Früher war alles besser?

So langsam kommt man in das Alter, wenn alle Anfangen rum zujammner, früher war alles besser. Und kaum man sich versieht, steckt man ebenfalls in der Leierkiste drin, Twix hieß Raider, auf der Kinderschokolade war Günter und nicht Kevin und der Euro war eine Schnapsidee des Bullen von Bonn.

So schlenderte ich durch die Straßen meiner Wahlheimat, und stellte fest, dass viele der Läden in die ich vergeblich versucht habe rein zu kommen schon längst durch Mutter-Cafés oder edel Pommesbuden ausgetauscht wurden. Einige wurden einfach zugemacht oder die Besitzer haben den Schlüssel verbummelt, man weiß es nicht. Und so führte mich mein Weg in eine Kneipe, in der ich früher abhing, und die auch noch tatsächlich nicht geschlossen wurde. Als ich dann rein ging, und so in Mitten von ungepflegten mitte 40er Punks stand, mit ein Duftaroma aus kaltem Tabak, Bier und einer feinen Urinnote in die Nase stieg, war mir überhaupt nicht klar, warum dieser Laden nicht zugemacht wurde. Als ich dann auch noch neben dem Tresen ein Party-Foto von mir aus meinen Anfang 20ern entdeckte, war der Laden für mich gestorben.

Auf einmal ist es gar nicht mehr so schlimm, dass sich alles ändert. Ist doch egal ob Twix oder Raider, Kinderschokolade schmeckt eh scheiße und der Euro, naja nicht alles ist perfekt.

Lass mal früher früher sein, besser war es jedenfalls nicht.

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Heute fahren wir Auto

Nach einem Besuch bei den Eltern, erklären sich diese Bereit, mich nach Hause zu fahren. Obwohl man die Strecke schon gefühlte tausend mal gefahren ist, verlässt man sich auf ein Navi, naja oder so ähnlich:

Navi: Bei der nächsten Ausfahrt links abbiegen.
Vater: Wieso soll ich dahin, das ergibt doch gar keinen Sinn.
Mutter: Ja das verstehe ich auch nicht.
Vater: Hol mal das andere Navi, aus dem Handschuhfach.
Mutter: Ja warte.

Fahren rechts ran, fahren das zweite!!! Navi hoch. Das Navi Battel kann beginnen!!!!

Navi (2): Bei der nächsten Ausfahrt links abbiegen.
Mutter: Wieso gibt sie uns nicht die richtige Route?
Vater: Ich fahre einfach mal gerade aus.
Mutter: Warte, ich glaube jetzt wird eine neue Route…ne. Fahre einfach mal gerade aus.

Vater fährt.

Navi(1): Wenn möglich bitte wenden.
Navi(2): Wenn möglich bitte wenden.

Vater fährt unbeirrt weiter.

Navis jetzt im Kanon.

Navi(1): Wenn möglich bitte wenden.
Navi(2): Wenn möglich bitte wenden.

Navis werden immer nervöser. Vater fährt weiter. Schaut sich um.

Vater: Wo sind wir?
Mutter: Wir sind richtig, ich irre mich nie.

Nach kurzem Zögern:
Navi(1): Ihre Route wird neu berechnet.
Mutter: Ja mal gucken ob sie das jetzt richtig hat.
Navi(1): In 200m links halten.
Navi(2): Ihre Route wird neu berechnet.
Vater: Ich trau dem zweiten Navi mehr.
Mutter: Wieso das denn? Traust du mir etwa nicht?
Vater: Die Stimme ist angenehmer.
Mutter: Was hast du gegen meine Stimme.
Vater: Nichts, aber ich höre sie hast gerne beim Fahren.
Mutter: Ach wenn es so ist, dann hör doch auf dein dummes Ding da. Mich braust du nicht mehr zu fragen.
Navi(2): In 400m Rechts abbiegen.
Mutter: Wehe du hörst jetzt auf sie und nicht auf mich.
Vater: Weiber!!!
Tati: Sie haben ihr Ziel verfehlt.

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Schlechte Witze Montag

Tati: Du, ich hab‘ wieder einen Witz für dich
Gegenüber: Ach nö, deine Witze sind immer so schlecht.
Tati: Ach was, der ist super, versprochen.
G: Wirklich?
Tati: Nein.
G: Na gut.
Tati: Ok halt dich fest, jetzt kommt der Brüller.
G: Kann’s kaum abwarten.
Tati: Liegen zwei Würstchen auf dem Grill, dreht sich das eine zu dem anderen um und sagt „Hi!“, schreit das andere Würstchen „Ihhh, ein sprechendes Würstchen!!“ Und?
G: Was und? Wo ist der Witz?
Tati: Die Würstchen.
G: Was ist mit denen?
Tati: Die sprechen.
G: Das ist nicht witzig.
Tati: Ach was, stell dir mal vor ein Würstchen dreht sich und sagt was, während das andere es voll abartig findet.
G: Na und?
Tati: Das ist witzig.
G: Wieso?
Tati: Wegen des Überraschungseffekts?
G: Überraschungseffekt, aha.
Tati: Ich erzähle dir nie wieder einen Witz.
G: Ja bitte.
Tati: Komm, ich hab noch einen.
G: Ok ….

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Frauenquote?

Mit Bundestagsbeschluss vom 6. März 2015 werden große Unternehmen in Deutschland verpflichtet, Aufsichtsräte mindestens mit 30 % Frauen zu besetzen. Wie passend, denn der März gilt ja bekanntlich als der Frauenmonat.

Seit dem besagtem Tag, bzw. eigentlich schon vorher, wird das Thema ganz heiß diskutiert. Braucht man die Frauenquote, rückt man damit tatsächlich der Gleichstellung der Frau in großen Unternehmen ein Stück näher? In der Wirtschaft spricht man von der Gefährdung des Wachstums und des Wohlstands, durch solch ein Beschluss, oh nein ich bitte zu entschuldigen, die FDP, bekannt auch als die Frauenversteher Partei, spricht von der Gefährdung des Wachstums und des Wohlstands, naja die zählen eigentlich auch gar nicht mehr.

Was aber bei der ganzen Diskussion völlig außen vor gelassen wird, ist die Gleichstellung der Frauen nicht nur in den Führungspositionen, sondern im kompletten Berufsleben. Ab einen bestimmten Alter gilt man in vielen Unternehmen als eine Risikogruppe. So ab Ende zwanzig, Anfang dreißig, wenn die biologische Uhr anfängt lauter zu ticken, wird man quasi automatisch zu einer tickenden Bombe für den Arbeitgeber. Wer hätte das gedacht, der Uterus einer Frau, der eigentlich der Ursprung eines Lebens ist, wird auf einmal zu einer kritischen Bedrohung für die Wirtschaft.

Wie kann jemand von einer Frau erwarten, dass sie sich zwischen Familie und Karriere entscheidet? Und nur aufgrund dieser Entscheidung wird ihr weiterer beruflicher Werdegang festgelegt. Keine Frage: Es gibt auch Ausnahmen. Junge Professorinnen, die bereits mit Mitte zwanzig promoviert haben, vier Kinder groß ziehen, und neben einer Vollzeitstelle auf einer Führungsebenen, noch ein Lifestyleblog betreiben, und es schaffen, fast jedes Jahr eine neue Publikation raus zubringen. Nein, das ist vielleicht ein wenig, aber es gibt genug Frauen, die sowohl Beruf als auch Familie unter einen Hut kriegen.

Schlimm ist nur, dass das Kinderkriegen im Vorfeld so stigmatisiert wird und viele Frauen eine regelrechte Panik davor haben. Ein Kind bedeutet nicht das Aus für die eigene Karriere. An den Fähigkeiten einer guten Fachkraft ändert sich auch nach der Geburt eines Kindes nichts. Sie bleibt nach wie vor eine gute Fachkraft. Sie ist vielleicht weniger flexibel, aber das sind alles Dinge, die mit guter Voraussicht in den Griff zu bekommen sind.

Also ist die gesetzliche Frauenquote eigentlich nichts, was uns, die Mehrheit der Frauen, die nicht im Führungspositionen sind, betrifft oder irgendwie weiter hilft, oder ein Lösungsansatz für ein offensichtliches Problem darstellt, sondern nur ein Häkchen auf einer Agenda ist. Auf dem Weg zu einer grundlegenderen Verbesserung der Arbeitssituation für Frauen und Arbeitgeber im Sinne einer bedarfsgerechten Flexibilität, bedeutet dieser Schritt nichts.

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Freundschaft 3.0

Nach dem ich mir schon öfter Gedanken über den Verzicht auf die Kommunikation über Facebook, WhatsApp & Co. gemacht habe, habe ich es tatsächlich gewagt und vor einigen Monaten mein Smartphone in die Verdammnis geschickt.

Wollte ich damit irgendein Statement setzten, ja, habe ich damit ein Statement gesetzt, nö.

Außer angestiegenen Kosten für SMS und vermutlich zahlreiche zerbrochenen Freundschaften, waren für mich zunächst keine weiteren Auswirkungen sichtbar. Naja aber auch keine negativen. Ich habe ein Handy, deren Akku 1 Woche hält, ich kann es überall hinschmeißen und der Boden eher zersplittert, bevor mein Handy ein Kratzer abkriegt. Ich poste keine Selfies bei Facebook, ich poste generell viel weniger bei Facebook, da der Schritt zwischen genialen Gedanken einfach in ein Handy eindaddeln und raus schicken und genialen Gedanken haben, länger behalten, nochmal darüber nachdenken, Rechner anmachen, Facebook anmelden, oh und schon kommt der Gedanke einem gar nicht mehr so genial vor.

Naja und jetzt bin ich aufgrund einer fiesen Krankheit seit einer Woche ans Bett gefesselt und klar habe ich Langeweile und wollte bei Facebook gucken was die Leute überhaupt so machen, also bin ich meine Freundschaftsliste bei Facebook durchgegangen und mir ist aufgefallen, dass eine alte Schulfreundin ihren Account gelöscht hat. Ich habe seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr zu ihr gehabt und aufgrund der Tatsache dass sie ihr Profil gelöscht hat, haben wir heute telefoniert und in den 20 Minuten in denen wir telefoniert haben, habe ich viel mehr über sie erfahren, als in dem vergangenem Jahr. Wir haben auch darüber nach gedacht uns zu treffen. Verrückt.

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